
Zum 1. September 2026 beginnt Sarah Grund ihren Dienst als Vikarin in unserer Evangelischen Kirchengemeinde Weilimdorf. Nach dem langen Theologiestudium und -examen wird sie damit den praktischen Teil ihrer Ausbildung zur Pfarrerin in Weilimdorf absolvieren.
Sie wird dabei in die wesentlichen Aufgaben einer Pfarrerin hineinfinden wie die Feier von Gottesdiensten, Taufen, Trauungen, Bestattungen oder das Erteilen von Religions- und Konfirmationsunterricht. Dabei darf ich Sie als Ausbildungspfarrer vor Ort begleiten, ausbilden und unterstützen. Daneben wird sie viele Impulse und Anregungen durch die begleitenden Kurse des Pfarrseminars und des Pädagogisch-Theologischen Zentrums der württembergischen Landeskirche erhalten.
Ich freue mich, dass Vikarin Grund zu uns stößt und ihre Erfahrungen und Begabungen in unsere Kirchengemeinde einbringen wird. Im ökumenischen Gottesdienst zum Reisachfest am 20. September 2026 um 11 Uhr an der Reisachschule wird sie sich persönlich der Gemeinde vorstellen.
Schon jetzt begrüße ich Vikarin Sarah Grund im Namen der Kirchengemeinde und persönlich als Ausbildungspfarrer herzlich in Weilimdorf!
Pfarrer Dr. André Bohnet
Vorstellung von Vikarin Grund
Liebe Gemeinde,
mein Name ist Sarah Grund, ich bin 26 Jahre alt und ich freue mich darauf ab dem 1. September bei Ihnen in Stuttgart-Weilimdorf mein Vikariat beginnen zu dürfen.
Damit beginnt für mich ein neuer Lebensabschnitt, und das Kapitel des Theologiestudiums, das mich an viele unterschiedliche Orte geführt hat, geht zu Ende. Vom Beginn meines Studiums 2018 in Tübingen, über Leipzig, nach Pretoria, Thessaloniki und letztlich zurück nach Tübingen, wo ich diesen Sommer mit meinem Examen mein Studium und damit einen besonderen Lebensabschnitt abgeschlossen habe.
Es war eine Zeit, in der ich viel lernen und ausprobieren durfte, Erfahrungen auf unterschiedlichen Ebenen sammeln durfte, mich theologisch, philosophisch, politisch, letztlich persönlich weiterentwickeln konnte und dabei auf dem Weg vielen Menschen begegnet bin, die mich in meinem Denken bewegt, begleitet und getragen haben.
Insofern starte ich mit einer großen Dankbarkeit für die Möglichkeiten, die mir bisher eröffnet wurden, bin zugleich sehr gespannt, was mich nun im Vikariat erwarten wird, und blicke mit großer Vorfreude auf die bevorstehende Zeit.
Ich freue mich darauf, Sie und die Gemeinde kennenzulernen, über unterschiedliche Glaubensrichtungen und Weltanschauungen ins Gespräch zu kommen, und mich mit Ihnen in der Rolle als Pfarrerin zu finden.
Dazu gehört für mich vor allem die Anerkennung der Vielfalt, die Diversität und Pluralität von Menschen und Glaubensrichtungen, der interkonfessionelle und interreligiöse Austausch, der Kontakt und das Gespräch von verschiedensten Menschen, den ich als große Bereicherung wahrnehme und schätze.
Genauso habe auch ich meinen Weg zur Theologie gefunden, im Gespräch, im Austausch und in der Gemeinschaft.
Ich stamme selbst nicht aus einer Pfarrfamilie, sondern habe auf meinem Weg durch die Konfirmation, den Kontakt zu meiner Heimatpfarrerin und den Besuch am Evangelischen Seminar in Blaubeuren, ein Internat, an dem ich vier Jahre lang zur Schule gegangen bin, den Zugang und das Interesse zur Theologie gefunden.
Im Austausch unterschiedlicher Vorstellungen, die sich gegenseitig herausfordern, miteinander koexistieren, und sich ebenso bereichern und erweitern.
Mit dem Abschluss meines Studiums endet nun zwar meine Zeit des Theologiestudiums an der Universität, das Lernen und Nachdenken über Theologie aber sicherlich nicht. Denn Theologie zu studieren ist für mich letztlich ein lebenslanger Prozess – ein Lernen, Fragen und Weiterdenken, das glücklicherweise nie ganz aufhört.
So freue ich mich auf die zwei bevorstehenden Jahre, in denen ich weiter lernen und neue Erfahrungen sammeln darf und möchte Sie herzlich zum ökumenischen Gottesdienst am 20. September 2026 um 11 Uhr einladen, in dem ich vorgestellt und in Ihre Gemeinde eingeführt werde. Ich freue mich auf Ihr Kommen und darauf Sie kennenzulernen!
Vikarin Sarah Grund
