
Am Donnerstag, 24. Juli 2026, tagte der Kirchengemeinderat der Evangelischen Kirchengemeinde Weilimdorf im Wolfbuschgemeindehaus im Gemsenweg.
Es war die letzte Sitzung vor der Sommerpause – und das Gremium wurde mit einem sehr umfangreichen wie leckeren Vesper, gekocht und zubereitet von Hausmeisterin Silvia Schröder, verwöhnt.
Der erste große Tagesordnungspunkt war die Vorstellung des aktuellen Berichts der Mobilen Jugendarbeit in Weilimdorf, bei der die Kirchengemeinde mit Unterstützer vor Ort ist. Der Träger (die EVA) beschäftigt derzeit bei der MJA 12 hauptamtliche Mitarbeitende sowie FSJ-Kräfte und betreut rund 475 Kinder und Jugendliche. Die Zielgruppe umfasst junge Menschen im Alter von 8 bis 27 Jahren, insbesondere solche mit Benachteiligungen. Zu den Arbeitsbereichen gehören unter anderem Streetwork, Schulsozialarbeit sowie weitere Angebote der Jugendhilfe. Die Mitarbeitenden sind an allen Schulen gut vernetzt und werden von den Schülerinnen und Schülern als neutrale Ansprechpersonen geschätzt. Die Schulsozialarbeit ist von den aktuellen Kürzungen im Haushalt der Landeshauptstadt wie beim Träger betroffen, die teilweise erhebliche Auswirkungen haben. Trotz dieser Herausforderungen wurde die bisherige Unterstützung und Zusammenarbeit ausdrücklich positiv hervorgehoben. Die Bedeutung der schulischen Sozialarbeit für die Förderung und Begleitung junger Menschen wurde betont. Die Arbeit der Mitarbeitenden erfährt eine hohe Wertschätzung, Der Kirchengemeinderat dankte abschließend den Vertreterinnen der MJA ausdrücklich für ihren Einsatz in Weilimdorf.
Im Anschluss wurde durch Pfarrer André Bohnet die neuen Geschäftsordnungen der Pfarrämter mit Gottesdienstordnung ab 01.11.2026 dem Gremium vorgestellt und diskutiert. Schon jetzt kommt es durch Vertretungssituation dazu, dass die Pfarrer/-innen bereits seit einem Jahr nicht mehr nach Pfarrbezirken („Parochien“) getrennt zu arbeiten, sondern z. B. Bestattungen und Trauungen abwechselnd bzw. rotierend entsprechend dem jeweiligen Dienstumfang zu übernehmen. In Zukunft wollen die verbleibenden Pfarrpersonen diesen Pfarrdienst „im Team“ noch stärker leben und die pfarramtlichen Aufgaben in der Kirchengemeinde als gemeinsame Aufgabe verstehen. Die Zuordnung eines Gemeindeglieds zum Bezirk einer bestimmten Pfarrperson wird eine immer geringere Rolle spielen. Unverändert bleiben die Parochieausschüsse. Diese richten sich in ihrer Zusammensetzung weiterhin aus den ehemaligen Gemeindegebieten bzw. Wahlbezirken zusammen.
Der Kirchengemeinderat wurde über die Beschlüsse der Landessynode zum Gewaltschutz informiert. Für die Kirchengemeinden wird derzeit ein Gewaltschutzkonzept entwickelt, das auf dem Rahmenkonzept des Kirchenkreises aufbaut. Für Mitarbeitende mit Leitungsaufgaben sind vertiefende Schulungen vorgesehen. Für haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende wird die Einsichtnahme in erweiterte Führungszeugnisse geregelt. Zudem werden Präventionsmaßnahmen, Verfahrensabläufe bei Vorfällen, die Nutzung einer Hotline, die Arbeit eines Interventionsteams sowie notwendige Folgemaßnahmen festgelegt. Der KGR beschloss die weitere Ausarbeitung des Gewaltschutzkonzepts abschließend einstimmig und drei Gewaltschutzbeauftragte aus dem Gremium bestimmt.
Die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde ist seit der Fusion spürbar zurückgefahren worden. Diese soll nun im weiteren Jahresverkauf wieder mehr gestärkt und ausgebaut werden. Alternative wie digitale Kommunikationswege sollen geprüft und ein neues Konzept ausgearbeitet werden.
Weitere Inhalte der Sitzung können nach Terminvereinbarung im Pfarramt der Oswaldkirche im öffentlichen Protokoll nachgelesen werden.
Bericht/Foto: Hans-Martin Goede
